Am ersten Abend wurde zunächst versucht anhand von verschiedenen Gesprächsszenen mit Eglifiguren in die Gesprächskultur einzusteigen. Denn jedes Gebet ist auch ein Gespräch mit Gott.
Ein Gespräch kann verschiedene Funktionen haben und es gibt viele Möglichkeiten Gespräche zu führen.
Es gibt Gespräche unter Männern, Gespräche unter Frauen, Gespräche zwischen Erwachsenen und Kindern, aber auch Gespräche mit sich selber oder Gespräche seelsorgerlicher Art.
Jedes Gespräch hat aber seinen Sinn und Zweck und kann einem in seiner jeweiligen Lebenssituationen helfen.
Diese Gesprächsszenen führen uns schließlich in die Wüste zu einem Mann, der sicher auch das Gespräch gesucht hat, das Gespräch mit vielen Menschen, nämlich zu Johannes dem Täufer, dem Mann der Jesus getauft hat.
Anlässlich der Taufe Jesu wird von der Szene berichtet, in der die Taube erschienen ist und Gottes Stimme erschien und mitteilte, dass Jesus sein Sohn ist. Aus dieser Tatsache heraus ist dann auch das Gebet des Herrn, das "Vater unser" zu verstehen.
Diese Szene ist die Rechtfertigung dass Jesus Gott als "Vater" ansprechen kann
Wuestenszene
Das Gebet kann mit einem Korb verglichen werden. Betrachtet man das Zustandekommen eines Korbes, dann erkennt man, dass das Grundgerüst mit dem der Korbflechter arbeitet immer ein Kreuz darstellt. Und jede Flechte, die eingeflochten wird, vergrößert die Standfläche.
Ein Korb kann entweder leer sein, mit Steinen beladen oder in voller Blütenpracht erstrahlen.
Gott verspricht uns in vielen Texten, dass er uns hilft, bspw. "Bittet und ihr werdet bekommen! Sucht und ihr werdet finden! Klopft an und es wird euch geöffnet"
Aber in vielen Fällen nehmen wir dieses Angebot gar nicht an. Wir fühlen uns selber stark und erwachsen und wir wollen nicht abhängig werden.
Jesus hat uns das "Vater unser" gegeben mit dem wir zu Gott bitten sollen.
Die einzelnen Bitten wurden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an diesen Abenden erarbeitet und jeder konnte sicher für seinen Lebensweg etwas mit nach Hause nehmen und sieht das Gebet heute vielleicht offener und verständiger an.
Dank der schönen Bodenbilder und den Ausführungen von Pfr. Schmidt, Frau Eberhardt, Frau Sazdik und Herrn Tiburski waren es 4 gelungene Abende.