
Wolfgang Eberhardt
Mein Name ist Wolfgang Eberhardt, ich wurde am 23. September 1955 in Freudenstadt geboren.
Nach dem Besuch der Schule machte ich eine Ausbildung zum Diplom Verwaltungswirt in Pfalzgrafenweiler, beim Landratsamt Freudenstadt und an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl. Seit 1977 bin ich bei der Gemeindeverwaltung Glatten als Hauptamtsleiter beschäftigt.
Am 11. Mai 1984 haben meine Frau Margret und ich in Pfalzgrafenweiler geheiratet. Zunächst wohnten wir in Freudenstadt, bis wir im Februar 1993 nach Wittlensweiler gezogen sind.
Hier fühlten wir uns von Anfang an rundum wohl. Nachdem Margret in den Gemischten Chor eingetreten war, konnten wir schnell Kontakt schließen, und fühlten uns nach kurzer Zeit schon geborgener als in mehreren Jahren in Freudenstadt.
Zu den Kirchengemeinderatswahlen 1995 wurde ich von Willi Arbogast gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, in der Kirche mitzuarbeiten. Nach reiflicher Überlegung und einem intensiven Gespräch mit dem damaligen Pfarrer Herrn Müller, entschloss ich mich, diese Herausforderung anzunehmen.
Die Entscheidung fiel mir nicht leicht. Für mich ist ein Amt nicht nur der Schein der dahintersteckt, sondern es gibt uns auch die Möglichkeit, etwas zu bewegen. Stillstand, insbesondere in der Kirche kommt auch durch den Stillstand und das Festhalten seiner Organe am althergebrachten. Genau das ist m.E. aber falsch.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Menschen andere Dinge einfordern. Freizeit, Flexibilität und Individualität. Diese Punkte auf einen Nenner zu bringen und sie mit den Zielen der Kirche in Einklang zu bringen, das ist die große Herausforderung, der wir uns 1995 stellen mußten und der wir uns auch heute noch stellen.
Ob wir und damit meine ich unser gesamtes Gremium damit Erfolg haben, wird sich erst in einigen Jahren zeigen. Dies lässt sich auch nicht an den Gottesdienst Besuchern ermitteln, sondern m.E. an dem Ansehen und der Präsenz der Kirche im Leben der Bevölkerung. Dies können auch wir nicht beurteilen, sondern das müssen unsere Gemeindeglieder beurteilen.
Ich wünsche mir, dass die Kirche wieder den Platz in unserem Leben einnimmt, den uns unser Glaube vorgibt, nämlich das soziale Gewissen der Politik und der Gesellschaft. Dieses soziale Gewissen nicht nur einzufordern, sondern auch selber vorzuleben, das ist die Schwierigkeit mit der unsere Kirche lebt.
Mir macht meine Arbeit in der Gemeinde und im Kirchengemeinderat wirklich Spaß und ich hoffe und wünsche, dass die Menschen, mit denen ich in Kontakt komme, dies auch spüren.